ENCEPHABOL forte 200 mg überzogene Tabletten 50 St

Artikelnummer (PZN): 04862359
Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Andere Packungsgrößen

Pflichtangaben

PZN 04862359
Anbieter Merck Serono GmbH
Packungsgröße 50 St
Packungsnorm N2
Produktname Encephabol forte 200mg
Darreichungsform Überzogene Tabletten
Monopräparat ja
Wirksubstanz Pyritinol dihydrochlorid-1-Wasser
Rezeptpflichtig nein
Apothekenpflichtig ja
Anwendungsgebiete

- Demenz, vor allem mit Gedächtnisstörungen und Konzentrationsschwäche
- Schädel-Hirn-Trauma, unterstützende Behandlung

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.

Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

 

Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
 
Erwachsene 1 Tablette 3-mal täglich morgens, mittags und nachmittags, zu der Mahlzeit

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff verbessert die Sauerstoff- und Energiezufuhr im Gehirn und beeinflusst günstig die Fließeigenschaften des Blutes. Dadurch kann der Stoffwechsel im Gehirn und somit auch die Hirnfunktion verbessert werden.

Zusammensetzung

bezogen auf 1 Tablette

200 mg Pyritinol dihydrochlorid-1-Wasser

160,41 mg Pyritinol

+ Carboxymethylstärke, Natrium Typ A

+ Magnesium stearat

+ Siliciumdioxid, hochdisperses

+ Cellulosepulver

+ Montanglycolwachs

+ Gelatine

+ Arabisches Gummi

+ Ton, weißer

+ Talkum

+ Saccharose

+ Titandioxid

+ Calciumcarbonat

+ Methylcellulose

+ Povidon K25

+ Glycerol 85%

+ Carmellose natrium

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Veränderungen des Blutbildes
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Autoimmunerkrankungen (Erkrankungen, bei denen sich das körpereigene Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet), wie:
- Lupus erythematodes
- Muskelschwäche
- Pemphiguskrankheiten (Blasensucht)
- Chronische Polyarthritis

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Appetitlosigkeit
- Geschmacksstörungen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schlafstörungen
- Müdigkeit
- Erregung
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und Schleimhaut, wie:
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Leberfunktionsstörungen
- Fieber

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.