Das Revival des Trimm-dich-Pfads

Lange waren sie in Vergessenheit geraten – jetzt feiern sie ihr Comeback: Trimm-dich-Pfade sind eine attraktive Alternative zu Training im Fitnessstudio. Immer mehr Freizeitsportler verlegen ihr Workout nach draußen.

Trimm-Dich-Pfad

Geschichte

In den 70er-Jahren erlebten Trimm-dich-Pfade einen regelrechten Boom, als der Deutsche Sportbund seine bundesweite Kampagne „Trimm Dich durch Sport“ startete. Unter dem Motto „Ein Schlauer trimmt die Ausdauer" entstanden rund 1.500 Trimm-dich-Pfade in ganz Deutschland, unzählige Städte und Gemeinden beteiligten sich an der Initiative. Das Maskottchen Trimmy mit dem hochgereckten Daumen kannte jeder, Millionen Menschen traten in Sportvereine ein. Dann folgte die Zeit der großen Fitnessbewegungen wie Aerobic oder Joggen. Erste Fitnessstudios entstanden – und die Trimm-dich-Pfade verwaisten.

Heute sind Trimm-dich-Pfade dank funktionaler Trainingsmethoden wie Crossfit oder Calisthenics (Training mit dem eigenen Körpergewicht) wieder voll im Trend. Die Devise: Training im Freien, mit dem eigenen Körper als Widerstand. So werden im Wald, in Parks und auf Wiesen die verschiedensten Sportarten miteinander kombiniert, mit komplexen Bewegungsabläufen, die mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen.
Neben den klassischen Rundkursen aus den 70er-Jahren mit rustikalen Übungsstationen aus Holz gibt es inzwischen auch modernere Varianten mit Sportgeräten aus Metall. Diese findet man vor allem in den urbanen Sportparks von Ballungsgebieten, oft in der Nähe einer beliebten Joggingstrecke.

Neue Geräte, bewährtes Konzept

Trimm-dich-Pfade sind meist drei bis vier Kilometer lange, beschilderte Parcours, auf denen alle 200 bis 300 Meter eine Station mit Trainingsgeräten für einen Workout eingerichtet ist. Ein Schild erklärt die Ausführung, immer häufiger findet man auch QR-Codes, die einen via Smartphone durch die Übung führen. Außerdem werden Empfehlungen zur Anzahl der
Wiederholungen und der Intensität gegeben.

Auf Trimm-dich-Pfaden werden Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination trainiert. Das Prinzip ähnelt dabei jenem eines funktionalen Trainings: Nicht einzelne Muskeln, sondern ganze Muskelgruppen werden beansprucht. Neben intensivem Krafttraining sind auch entspannte Lockerungsübungen wie Rumpfkreisen und Slalomlaufen und das Balancieren auf Balken und Baumstämmen mit dabei. Trimm-dich-Pfade bieten so ein abwechslungsreiches Ganzkörpertraining – kostenlos und mit jeder Menge Spaß an der frischen Luft.

Unser Tipp:

Auch mal oder wieder Lust, auf einem Trimm-dich-Pfad zu trainieren? Auf www.trimm-dich-pfad.com/standorte
finden Sie alle Standorte in Deutschland.