Aktiv im Winter - Schneeschuhwandern, Schlittschuhlaufen und Co.

Auf Schneeschuhen durch die Winterlandschaft

Wer schon öfter Lust verspürt hat, sich abseits ausgetretener Pfade durch die zauberhafte Winterlandschaft zu bewegen, für den sind Schneeschuhe genau das Richtige. Ob walken, wandern oder joggen – die individuelle Kondition bestimmt das Tempo und den Anspruch. Zudem ist Schneeschuhwandern ein wahrer „Booster“ für das Immunsystem und somit für die Gesundheit. Es ist ein ausgezeichnetes Ausdauertraining mit positiven Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System.

Durch die gleichmäßige Schrittfolge kommt es zu einer ausgewogenen Belastung. Technikkenntnisse sind nicht erforderlich, an das ungewohnte Laufgefühl beim Schneeschuhwandern kann man sich in wenigen Stunden gewöhnen. Auch die Ausrüstung gestaltet sich übersichtlich: wetterfeste, funktionelle Bekleidung, feste Wanderschuhe und gegebenenfalls Stöcke für unwegsamere Strecken. Und natürlich Schneeschuhe.

Die sind so einfach wie genial: Mit einer Größe zwischen einem Tennisschläger und einem Kurz-Ski verteilen sie das Gewicht des Wanderers auf eine größere Fläche und verhindern so ein stärkeres Einsinken. Mit einem Gewicht bis zu 2,5 Kilogramm sind sie aus leichten Kunststoff- oder Alurahmen gefertigt, an denen eine Riemenbindung befestigt ist. Schneeschuhwandern macht übrigens am meisten Spaß, wenn das Gelände nicht allzu steil ist. Lange Anstiege mit vielen Höhenmetern bieten sich eher für konditionsstarke Skitourengeher an.

Wenn der Schnee fehlt: Schlittschulaufen!

Kein Schnee? Dann nichts wie rauf auf die Kufen. Schlittschuhlaufen ist die Königsdisziplin für ein wirksames Workout. In einer Stunde auf dem Eis werden bei normaler Aktivität bis zu 500 Kalorien verbrannt. Dabei werden neben der Ausdauer vor allem die Beine optimal trainiert, die Flexibilität der Gelenke erhöht und Muskeln aufgebaut. Vor allem aber wird die Muskulatur der Lenden-, Becken- und Hüftregion beansprucht, was wiederum die Wirbelsäule stabilisieren kann. Gesunder Nebeneffekt: Auch der Gleichgewichtssinn und die Körperkoordination werden gefördert.

Gut ausgerüstet macht das Schlittschuhlaufen noch mehr Spaß: Die Schlittschuhe sollten nicht zu groß oder klein sein, sonst schmerzen die Füße schon nach wenigen Minuten. Deshalb vorher im Laden unbedingt anprobieren! Fehlen sollten auf keinen Fall dicke Handschuhe. Knie- und Ellenbogenschützer bzw. Helm schützen zusätzlich vor Prellungen und Brüchen.

Skitourengehen - Fern vom Pistentrubel

Skitourengehen verbindet das Bergsteigen mit der Skiabfahrt. Deshalb sind die leichten Tourenski meist kürzer, breiter und weicher als ein üblicher Alpinski, um die Abfahrt im Tiefschnee und Schwünge in nassem Schnee zu erleichtern. In der Regel sind sie aus Karbon oder Kevlar mit Holzkern. Die Bindungen mit integrierten Steighilfen lassen sich für den Aufstieg an der Ferse lösen. Die Skiunterseite wird für den Aufstieg mit einem „Steigfell“ versehen, das ein Abrutschen verhindert und dennoch leichtes Aufwärtsziehen ermöglicht. Hinzu kommen leichte und weichere Skischuhe, gegebenenfalls verstellbare Stöcke und ein Skitourenhelm.

gesundleben - Tipp
Gerade in der Winterlandschaft können Sie viele Tiere beobachten. Respektieren Sie bitte ihre Schutz- und Schongebiete, halten Sie Distanz und vermeiden Sie Lärm. Wildtiere können verhungern oder erfrieren, wenn sie in ihrem Revier bei der Nahrungsaufnahme gestört oder verschreckt werden.