Warum der Kopf im Winter häufig dröhnt

Etwa die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland leidet unter Kopfschmerzen, so die Deutsche Schmerzliga. Dabei unterscheiden Mediziner zwischen 65 verschiedenen Kopfschmerzarten. Am häufigsten macht uns Spannungskopfschmerz zu schaffen – der im Winter besonders oft auftritt. Aber warum?

Morgens geht es meistens hektisch zu. Schnell die Jacke an und ab zur Bahn oder zum Bus. Erst draußen merken wir, wie kalt der Wind heute weht – leider haben wir die Mütze in der Eile zuhause vergessen. Plötzlich beginnt der Kopf zu schmerzen, scheinbar völlig aus dem Nichts.

Unter der Kopfhaut liegen feine Muskelstränge. Trifft die kalte Winterluft auf den Kopf – oder sogar kühler Regen oder Schnee – ziehen sich die Muskeln schlagartig zusammen und verkrampfen regelrecht. Die Folge: Spannungskopfschmerz. Wer also empfindlich auf Kälte reagiert, sollte immer eine Mütze oder einen großen Schal bei sich tragen, um den Kopf zu schützen.

Anspannung und schlechte Luft sind Auslöser

Es gibt aber noch weitere Ursachen für die winterlichen Kopfschmerzen: Ist das Wetter draußen nass und kalt, hetzen wir regelrecht über die Straßen, um schnell wieder ins Warme zu kommen. Dabei ziehen wir die Schultern hoch. Diese unnatürliche Haltung kann zu Verspannungen im Nacken führen, die dann wieder Kopfschmerzen auslösen.

Weiterhin laufen im Winter überall die Heizungen auf Hochtouren und lassen die Luft trocken werden. Unser Gehirn benötigt aber frische Luft, um einwandfrei zu funktionieren. Kopfschmerzen sind dann ein Zeichen dafür, dass wir zu selten oder nicht ausreichend lüften. Daher gilt: Machen Sie alle 2 Stunden für fünf Minuten die Fenster komplett auf. So kann die verbrauchte Luft entweichen und frische in die Räume gelangen.

Hilfe gibt es in der Apotheke

Wer nur ab und zu unter Kopfschmerzen leidet, kann sich in unserer Apotheke ein Schmerzmittel besorgen. Dieses sollten Sie jedoch nur kurzfristig
einnehmen. Bei leichten Schmerzen hilft es manchmal auch, etwas Pfefferminzöl auf die Stirn und Schläfen zu geben. Wir beraten Sie gerne zu passenden Produkten.

Anzeichen von Spannungskopfschmerz

Er ist häufig drückend, ziehend und dumpf. Meist schmerzt der gesamte Kopf oder es zieht vom Nacken bis zur Stirn. Die Schmerzen fühlen sich an, als sei der Kopf in einen Schraubstock gespannt. Viele Betroffene klagen zudem über ein Müdigkeitsgefühl, besonders in den Augen, und einens schweren Kopf.

3 Tipps, um den Beschwerden besser vorzubeugen

Stress reduzieren

Erholung im Alltag: Planen Sie täglich eine 15-minütige Pause ein und entspannen Sie sich, z. B. mit einem Buch.

Bewegung an der frischen Luft

Aktivitäten im Freien können vor Kopfschmerzen schützen. Empfehlenswert sind 3 x 30 min pro Woche.

Viel trinken

Auch im Winter gilt: Viel trinken! Denn Flüssigkeitsmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Spannungskopfschmerzen.