Hausapotheke: So ist sie allzeit bereit!

Ob 4 Uhr morgens, am späten Abend oder am Wochenende – die Hausapotheke ist Helfer in der Not. Sie sollten jedoch einige Regeln und Tipps befolgen.

Feste Ordnung

In der Hausapotheke finden sich Medikamente für alle Familienmitglieder. Damit Sie in hektischen Momenten die Blutdruckmedikamente nicht mit dem Fiebersenker verwechseln, hilft es, für jedes Familienmitglied einen eigenen Bereich einzurichten.

Regelmäßig aussortieren

Ein prüfender Blick in die Hausapotheke im Frühjahr und Herbst schützt davor, den Platz mit alten Medikamenten zu belegen, die im Bedarfsfall doch nicht zum Einsatz kommen dürfen. Notieren Sie bei Flüssigkeiten und Pasten das Datum der ersten Öffnung direkt auf der Verpackung.

Nur für die Dauer der Akutbehandlung sollten Sie verschreibungspflichtige Arzneimittel lagern. Ist das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder sind die Mittel schon länger als ein halbes Jahr angebrochen, so gehören sie entsorgt. Insbesondere Augentropfen und Nasensprays sind sehr aufnahmefreudig für Bakterien - die Sie oder Ihre Familie bei einem erneuten Gebrauch infizieren könnten. Nasen- und Augensprays sowie -tropfen sollten direkt nach dem Ende der Behandlung entsorgt werden.

Das gehört hinein

Schmerzmittel, Verbandsmaterial, Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Erkältungskrankheiten – das sind Klassiker in der Hausapotheke. Was darüber hinaus für Ihre individuellen Bedürfnisse sinnvoll ist, erklärt Ihnen gern unser Apothekenteam.

Zur Grundausstattung jeder Hausapotheke zählen:

  • Einfache Mittel gegen Schmerzen und Fieber (zum Beispiel Paracetamol oder Ibuprofen in den jeweiligen Darreichungsformen für Kinder oder Erwachsene).
  • Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall.
  • Eventuell ein abschwellendes Nasenspray.
  • Mittel gegen Insektenstiche (zum Beispiel Mückenstiche), Sonnenbrand, Juckreiz (Antihistaminikum).
  • Salbe oder Gel gegen Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen.
  • Gurgellösung gegen Beschwerden im Mund- und Rachenbereich.
  • Brand- und Wundgel.
  • Wunddesinfektionsmittel.

Dazu kommen individuelle, persönliche Medikamente für die Dauerbehandlung chronischer Erkrankungen.

Notwendiges Verbandsmaterial

  • Verbandspäckchen und Brandwundenverbandspäckchen.
  • Heftpflaster, Verbandklammern, Sicherheitsnadeln.
  • Wasserdichter Fixierverband.
  • Sprühpflaster.
  • Verbandwatte.
  • Splitterpinzette, Verbandschere.
  • Fieberthermometer.
  • Kühlkompressen (im Kühlschrank aufbewahren).
  • Einmalhandschuhe.
  • Zeckenzange.

Grundsätzlich sollten Sie Ihre Medikamente in der Originalverpackung und mit Beipackzettel aufbewahren. So haben Sie stets alle wichtigen Informationen zu den Arzneimitteln zur Hand.

Der passende Ort

Badezimmer und Küche eignen sich nicht als Standort für die Hausapotheke. Sie braucht ein kühles und trockenes Plätzchen – etwa im Schlafzimmer oder im Flur. Normalerweise ist ein einfacher Schrank ausreichend für die Hausapotheke, einen besseren Überblick über den Inhalt bietet allerdings ein spezieller Medizinschrank. Ein Schloss verhindert, dass Kinder an die Medikamente gelangen.

Hilfreich ist es, wenn Sie an der Innenseite des Schrankes einen Zettel mit den wichtigen Telefonnummern von Arzt, Krankenhaus, Giftnotruf und Apotheke befestigen. Im Notfall haben Sie diese Nummern dann sofort zur Hand.