Weniger ist mehr! Sechs Tipps gegen die Plastikflut

Schätzungen von Naturschutzverbänden zufolge sterben zurzeit etwa 100.000 Meeressäuger und circa 1 Million Meeresvögel jährlich an den Folgen der Plastikverschmutzung. Ein trauriger Rekord. Dabei kann jeder von uns etwas dafür tun, dass die Plastikflut geringer wird. Schon mit kleinen Veränderungen ist es möglich, Plastikverpackungen bewusst zu vermeiden.

Rucksack, Korb oder Stoffbeutel mitnehmen

Nur etwa 25 Minuten lang wird eine Plastiktüte durchschnittlich genutzt, dann landet sie im Müll. Stoffbeutel & Co. besitzen eine sehr viel bessere Umweltbilanz, da sie wiederverwendbar sind. Anstatt beim Einkaufen also zur Plastiktüte zu greifen, können die Lebensmittel einfach in dem mitgebrachten Beutel verstaut werden.

Obst und Gemüse lose kaufen

Zahlreiche Obst- und Gemüsesorten sind durch ihre natürliche Schale bereits verpackt. Deshalb können sie gut lose gekauft werden. Hinzu kommt, dass die Menge frei wählbar ist, was beim Portionieren hilft. Denn bei den jährlich anfallenden 125 kg Bioabfall pro Kopf sind viele Lebensmittel dabei, die uns einfach nicht mehr als gut und appetitlich genug erschienen.

Mehrwegbecher mitnehmen

In Deutschland werden 320.000 Einwegbecher verbraucht – pro Stunde! Die meisten sind außen aus Pappe und haben innen eine dünne Plastikschicht. Der Deckel ist fast immer aus Plastik. Eine deutlich umweltfreundlichere Alternative stellen Mehrwegbecher dar. In vielen Cafés erhält man mittlerweile sogar einen Rabatt, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt.

Mehrweg- oder Glasflaschen kaufen

Fast die Hälfte der in Deutschland angebotenen Getränke wird in umweltfreundlichen Mehrwegflaschen verkauft. Sie können bis zu 50-mal wiederverwendet werden und sparen im Vergleich zu Einweg-Plastikflaschen, Tetrapacks und Dosen unnötige Abfallmengen ein. Noch besser ist die Ökobilanz bei Glasflaschen, die bis zu 60-mal wieder befüllt werden können.

Plastikmüll im Bad reduzieren

Ein Seifenstück ist nachhaltiger als Flüssigseife, da diese in Einwegpackungen abgefüllt ist. Bei der Zahnpflege lohnt es sich, von der herkömmlichen Handzahnbürste zu einem elektrischen Modell zu wechseln. Aber auch in vielen Kosmetikartikeln, wie z. B. Lipgloss, Mascara oder Hautpflegeprodukten, steckt häufig Mikroplastik. Auf Nummer sicher geht man, wenn man zu zertifizierter Naturkosmetik greift.

Behälter mitbringen

Auf dem Wochenmarkt, in Hofläden, beim Bauern, in Fachgeschäften, im Bio-Supermarkt oder „Unverpackt“-Läden lässt es sich prima plastikreduziert einkaufen. Hier können die Waren direkt in den Stoffbeutel oder das eigens mitgebrachte Gefäß wandern. In mehreren Supermarkt-Ketten verzichtet man mittlerweile ebenfalls auf Einweg-Folie und befüllt die vom Kunden mitgebrachten Behältnisse.