Zauberknolle Kurkuma - Wie gesund ist sie wirklich?

Kurkuma ist bei uns vor allem als Gewürz bekannt – in der ayurvedischen und chinesischen Heilkunde gilt die Gelbwurzel jedoch als eine bedeutende Arznei. Jetzt wird das Heilmittel auch hierzulande als pharmakologischer Wirkstoff entdeckt.

Ist Kurkuma gut für die Verdauung?

Ja, denn das Curcumin regt die Leber dazu an, mehr Gallen- und Magensäure zu produzieren. Diese wiederum machen Nahrungsfette besser verdaulich und verhindern somit ein unangenehmes Völlegefühl und Blähungen.

Kann Kurkuma vom Körper nur schwer aufgenommen werden?

Curcumin ist nicht wasserlöslich und wird daher sehr schlecht über den Darm aufgenommen. Aus diesem Grund sollte Kurkuma am besten mehrmals täglich in geringen Mengen konsumiert werden. Verbessern lässt sich die Bioverfügbarkeit auch mit gleichzeitiger Einnahme von schwarzem Pfeffer (Piperin) und Fetten, wie z. B. Olivenöl.

Hilft Kurkuma gegen Alzheimer?

In Experimenten unterband Curcumin die Ablagerung von bestimmten Eiweißkomplexen im Gehirn, die möglicherweise an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sind. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, weil diese Ergebnisse nicht direkt auf den Menschen übertragbar sind und zum Großteil noch nicht in Humanstudien bestätigt werden konnten.

Hat Kurkuma krebshemmende Eigenschaften?

2013 hat das Asian Pacific Journal of Cancer Prevention eine umfangreiche Studie veröffentlicht, die die krebshemmenden Eigenschaften von Kurkuma belegt. Curcumin nimmt den Studienergebnissen zufolge positiven Einfluss auf das Immunsystem und aktiviert die körpereigenen Proteine, die für die natürliche Bekämpfung von Tumorzellen zuständig sind.

Hilfe bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen?

Zumindest im Reagenzglas wirkt Kurkuma antientzündlich. In kleineren Studien konnte nachgewiesen werden, dass sich Curcumin in hoher Dosierung möglicherweise bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen positiv auswirken kann. Dies muss allerdings in noch größer angelegten Studien bestätigt werden.