Den Körper an die Winterzeit gewöhnen

In der Nacht von Sonnabend, 26. Oktober, zu Sonntag, 27. Oktober, werden die Uhren um 3:00 Uhr eine Stunde zurückgestellt. Aber nicht jeder weiß die „geschenkte“ Stunde zu schätzen, denn die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit bringt den Biorhythmus des Menschen aus dem Takt.

Bei der Umstellung auf die Winterzeit ändern sich die Lichtverhältnisse abrupt. Das kann vor allem unruhigen Schläfern und Frühaufstehern Probleme bereiten. Müdigkeit, Unwohlsein und Abgeschlagenheit sind häufig die Folge. Schlafforscher, auch Somnologen genannt, raten, die Tagesstruktur schrittweise der Winterzeit anzunähern und so den Körper langsam an die neue Zeit zu gewöhnen: Bereits in den Tagen vor der Zeitumstellung sollte ausreichend lange geschlafen werden. Auch hilft es, sich möglichst viel draußen aufzuhalten. Dafür ist die zweite Tageshälfte geeignet, sie bewirkt, dass man später müde wird. Von Vorteil ist ebenfalls, etwas zu unternehmen, einen Restaurant- oder Kinobesuch beispielsweise. Dann kommt man später ins Bett und kann am nächsten Morgen länger schlafen.

Generell sprechen sich Somnologen für eine dauerhafte „Normalzeit“ aus. Wobei die bisherige Winterzeit den Verhältnissen entspräche, die unter Berücksichtigung der natürlichen Lichteinflüsse für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus am günstigsten ist. Kritisch sehen sie die geplante dauerhafte Umstellung 2021 auf die Sommerzeit. Einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg zufolge kann sie sich vorübergehend auf die Lebenszufriedenheit auswirken. Zusätzlich zum körperlichen Jetlag sollen sich die Menschen in ihrer Souveränität im Umgang mit der Zeit beschnitten fühlen. Die Zurückstellung im Herbst hat demnach dagegen keine messbaren Auswirkungen.

gesund leben Tipp

Vor oder zurück?
Gut merken lässt sich das durch folgende Eselsbrücke: Im Frühjahr werden die Gartenmöbel vor die Tür gestellt, im Herbst zurück in den Keller.