Porridge: Die Kraft der Haferflocke

Porridge gehört zu Schottland wie die Highlands, Whisky und das Ungeheuer von Loch Ness. Seit Jahrhunderten darf der warme Haferbrei bei keinem Frühstück fehlen.

Traditionell wird er mit Wasser angerührt, leicht gesalzen und mit flüssiger Sahne gegessen, doch inzwischen gibt es viele verschiedene Variationen – etwa mit Nüssen, frischem Obst oder getrockneten Früchten.


Hafer besaß in der Vergangenheit keinen besonders guten Ruf. Das Getreide galt als Tierfutter. Nur wer sich nichts Besseres leisten konnte, brachte es für die Familie auf den Tisch.

Völlig zu Unrecht, denn Haferflocken geben nicht nur Energie und halten lange satt, sie stecken auch voller wertvoller Nährstoffe, die der Körper dringend braucht.

Mittlerweile hat das gesunde Frühstück nicht nur in Schottland und Großbritannien viele begeisterte Anhänger gefunden. Denn der warme Frühstücksbrei ist auch schnell und einfach zubereitet (siehe unten).

Gesunde Kohlenhydrate und Ballaststoffe

Haferflocken sind ein wahres Multitalent, was ihre Inhaltsstoffe betrifft. Stärke und Zucker z.B. geben Energie. Da sie im Porridge als sogenannte komplexe Kohlenhydrate vorliegen, treiben sie den Blutzuckerspiegel aber nicht in die Höhe.

Im Gegensatz zu schnell verbrauchtem Einfachzucker verdaut der Körper sie nur langsam. So hält Porridge auch lange satt. Ballaststoffe verstärken zudem das Sättigungsgefühl und regen die Verdauung an.

Reich an Proteinen, Eisen und Vitamin B

In 100 Gramm Haferflocken stecken etwa 12 bis 15 Gramm Eiweiß, mehr als beispielsweise in Weizen oder Roggen. Das Getreide ist zudem reich an gesunden ungesättigten Fettsäuren.

Es enthält Eisen, das wichtig für die Blutbildung ist, und Vitamin B1, welches das Immunsystem unterstützt. Außerdem sorgt das enthaltende Biotin für gesunde Haut und kräftigt Haare und Nägel.

Porridge einfach selbst gemacht

Für den Haferbrei 40 Gramm zartschmelzende Haferflocken mit 200 Millilitern Flüssigkeit (Wasser oder Milch) fünf Minuten köcheln und dann weitere drei Minuten ziehen lassen. Rühren Sie den Brei dabei ständig um, dann setzt er nicht im Topf an und wird besonders cremig.
(149 kcal, 2 BE bei Zubereitung mit Wasser)

Beim Verfeinern sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Aromatisch mit Vanille oder Zimt. Fruchtig mit frischen Erdbeeren, Apfel- oder Birnenstückchen. Exotische Vielfalt bringen Mango, Ananas, Kokosflocken und getrocknete Feigen. Knackig und gesund sind Nüsse und Mandeln, ganz oder gehackt.