COPD: Atmung in Not

Auswurf, Husten, Atemnot – hinter der sogenannten AHASymptomatik kann sich eine COPD verbergen. Die Abkürzung steht für „chronic obstructive pulmonary disease“ und bedeutet übersetzt in etwa „dauerhafte, fortschreitende Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege“.

COPD ist eine chronische, obstruktive Lungenerkrankung. Sie umfasst eine Gruppe chronischer Erkrankungen der Atemwege bzw. verschiedene Krankheitsstadien der Bronchien und der Lunge. Auch die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem fallen unter diese Kategorie.

Die verschiedenen chronischen Erkrankungen können einzeln, aber auch gemeinsam auftreten oder ineinander übergehen. In der Regel tritt zunächst eine Atemnot unter Belastung auf, mit fortschreitendem Verlauf aber auch in Ruhe. Ein Gefühl, nicht mehr ausreichend Luft zu bekommen, kann sich einstellen. Ebenso Geräusche beim Ausatmen oder ein Engegefühl in der Brust.

Rauchen ist Risikofaktor Nummer 1

Die COPD ist zwar behandelbar, allerdings nicht heilbar und besteht lebenslang. Hauptursache ist das Rauchen, betroffen können daher in vielen Fällen auch ehemalige Raucher und Passivraucher sein.

Bei Personen, die etwa 20 Jahre lang rauchen, kann sich in rund 15 bis 20 Prozent der Fälle eine COPD ausbilden. Um das Fortschreiten der Erkrankung und weitere Folgeerkrankungen zu verhindern, ist der Verzicht auf Zigaretten wesentlich. Nikotinersatzstoffe bieten Apotheken unterstützend an.

Eine COPD kann sich auch durch die zunehmende Luftverschmutzung oder dauerhaftes Einatmen von Stäuben oder Gasen entwickeln. Virale Infekte oder eine genetische Veranlagung können ebenfalls Verursacher sein.

Lebensqualität der Betroffenen verbessern

Eine Behandlung der COPD kann Beschwerden wie Husten, Auswurf und Atemnot zwar lindern, Schäden an der Lunge bleiben aber bestehen. Vorrangige Therapieziele sind deshalb, die körperliche Belastbarkeit zu steigern, den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern sowie möglichen Komplikationen vorzubeugen.

Welche Therapie notwendig ist, richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Generell sind eine medikamentöse Behandlung und Atemtherapie wichtige Therapiegrundlagen. Bei fortgeschrittener COPD mit Lungenemphysem kann sich auch eine Langzeitsauerstofftherapie anbieten. Erster Ansprechpartner zur Diagnose und Behandlung einer COPD ist der Hausarzt, da er z. B. über Vorerkrankungen informiert ist. Auch kann er eine COPD in einem frühen Stadium gut behandeln. Darüber hinaus sollte ein Lungenfacharzt hinzugezogen werden, beispielsweise wenn sich der Zustand verschlechtert oder keine Besserung der Symptome eintritt.

Unser Tipp

Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach!
Sie bietet hilfreiche Patienten-Programme an, die im täglichen Umgang mit der Erkrankung unterstützen. In Selbsthilfegruppen können sich Betroffene zudem austauschen und gegenseitig helfen:
www.copd-selbsthilfe.de
www.lungenemphysem-copd.de
www.deutsche-emphysemgruppe.de
www.sauerstoffliga.de