Fragen und Antworten zum Thema Sonnenschutz

Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlung?

UVA-Strahlung ist weniger energiereich, dringt dafür tiefer in die Haut ein. UVA wird für die erste Bräune, aber auch für vorzeitige Hautalterung verantwortlich gemacht.
UVB führt zu langanhaltender Bräune - oder auch zu Sonnenbrand. Vermutlich können beide Strahlungsarten zur Entstehung von Hautkrebs beitragen.

Was besagt der Lichtschutzfaktor (LSF)?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) besagt, mit welchem Faktor die Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird. Diese Eigenschutzzeit ist abhängig von Hauttyp und beträgt bei hellen Hauttypen nur 5 - 10 Minuten.

  • Beispiel: Eigenschutz von 10 Minuten mal LSF 30 = 300 Minuten (bzw. 5 Stunden).

Das gilt aber nur, wenn man den Sonnenschutz reichlich aufträgt und regelmäßig nachcremt.

Schützt der Lichtschutzfaktor vor UVA und UVB gleichermaßen?

Der Lichtschutzfaktor sagt nur etwas über den Schutz vor UVB aus, nicht über den Schutz vor UVA.

Was bedeutet die "UVA/UVB-Schutzbalance", die von Sonnenschutzprodukten erfüllt werden muss?

Die "UVA/UVB-Schutzbalance" hat den früheren "Australischen Standard" abgelöst. Sie ist durch einen Kreis mit der Aufschrift UVA gekennzeichnet und besagt, dass der Schutz vor UVA mindestens ein Drittel des Schutzes vor UVB betragen muss.

Sonnenschutzprodukte werden in vier Schutzklassen eingeteilt. In welche Klasse gehört LSF 25?

Der Lichtschutzfaktor 25 gehört noch in die Schutzklasse "Mittel". Erst ab LSF 30 ist der Schutz "hoch", und nur Produkte mit LSF 50+ werden als "sehr hoch" eingestuft.

Wie viel Zeit muss man zwischen Eincremen/Einsprühen und dem Sonnenbad warten?

Manche Sonnenschutzprodukte schützen tatsächlich sofort nach dem Auftragen - aber nicht alle. Bei manchen muss man ca. 20 Minuten bis zum Sonnenbad warten.
Welche Produkte sofort schützen und warum, kann Ihnen Ihr Apotheker erklären.

Wie lange hält eine normale Flasche Sonnenschutzmittel mit 200 ml für eine Person bei einem Urlaub am Strand?

Eine herkömmliche Flasche Sonnenschutz reicht höchstens eine Woche, wenn man immer (fast) den ganzen Körper damit einreibt. Wenn man länger damit auskommt, trägt man nicht dick genug auf - und hat nicht den vollen Lichtschutz.
Für einen Strandurlaub muss man also pro Person und Woche eine Flasche mitnehmen, besser noch eine dazu als Reserve. Schließlich soll man auch noch nachcremen.

Warum soll man den Sonnenschutz immer wieder nachcremen/-sprühen?

Man sollte den Sonnenschutz ständig wieder erneuern, weil durch Schwitzen, Baden und Abtrocknen immer etwas Sonnenschutzmittel verloren geht: Man hält den Sonnenschutz aufrecht, kann ihn aber nicht verlängern!

Wie lange dauert es von Beginn der Sonnen-Saison an, bis die Haut selbst ihren optimalen Eigenschutz aufgebaut hat?

Die Haut braucht zwei bis drei Wochen in der Sonne, bis sie ihren vollständigen Eigenschutz aufgebaut hat, schneller geht es nicht. Bis dahin ist sie recht empfindlich und braucht einen entsprechend höheren Lichtschutzfaktor.

Was (außer Sonnenschutzcreme) hilft noch, die Haut vor Sonnenschäden zu schützen?

Zur Vorbeugung vor Sonnenschäden hilft es, rechtzeitig vor dem Sommerurlaub mit der Einnahme von Vitalstoffen wie Beta-Carotin, Calcium oder Zink zu beginnen. Das stärkt die Haut von innen.
Selbstbräuner helfen überhaupt nicht, ebenso wenig das Solarium - zu häufige Besuche gelten sogar als überaus schädlich.