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Nahrung aus der Weltraumforschung

Nahrung aus der Weltraumforschung

Viele Erfindungen waren nötig, um den Menschen in den Weltraum und auf den Mond zu bringen. Eine davon waren flüssige Nährstoffe. Heute werden die Ergebnisse der Weltraumforschung in der Medizin angewendet.

Ernährung für Astronauten

Ende der 50er-Jahre begannen die Vereinigten Staaten den Wettlauf ins All. Bevor aber 1969 Neil Armstrong einen Fuß auf den Mond setzen konnte, musste die NASA noch viel Forschungsarbeit leisten.

Dabei ging es nicht nur um Triebwerke und Computertechnik. Wichtiger war die Frage: Wie können Menschen überhaupt in der Schwerelosigkeit überleben? Und wie sollen sie sich ernähren?

Die deutsche Firma Nutricia forschte im Auftrag der NASA zu dieser Frage. Die Ernährung im Weltraum sollte alles auf einmal bieten: Fette, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe.

Sie musste gut verdaulich sein und die Astronauten sollten sie leicht zu sich nehmen können. So entwickelten die Forscher eine nährstoffreiche Flüssignahrung, welche die Menschen auf ihren Missionen begleitete.

Einsatz in der Medizin

Es war schnell klar, dass der Grundgedanke der "Astronautenkost" auch in der Gesundheitsversorgung Sinn machen würde.

Viele Krankheitsbilder und Alterserscheinungen machen die Nahrungsaufnahme schwierig. Die flüssigen, leicht resorbierbaren Lebensmittel, die gezielt auf spezielle Erkrankungen abgestimmt werden konnten, brachten den Durchbruch.

Heute wenden Ärzte Trinknahrung in vielen Gebieten an: Die Möglichkeit, Inhaltsstoffe zu konzentrieren, ist dabei entscheidend. Trinknahrung kann ältere und geschwächte Patienten aufbauen.

Bei Mangelernährung und Darmerkrankungen werden wichtige Nährstoffe ergänzt und Heilungsprozesse nach einer Erkrankung unterstützt. Spezielle Präparate entwickelten die Forscher auch für Diabetiker, Dialyse-Patienten oder Menschen mit Laktose-Intoleranz.

Darüber hinaus werden Patienten, die feste Nahrung schlecht aufnehmen können, häufig mit flüssiger Nahrung versorgt. Gründe dafür sind häufig Schluckbeschwerden, Muskellähmungen oder Operationen.

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