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Es ist, wie es ist: Mit den Jahren nutzen sich die beweglichen Verbindungen zwischen den Knochen ab. Bei den über 60-Jährigen leidet schon jeder zweite unter Arthrose, womit man einen Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übersteigt, bezeichnet.

Problemzonen und Ursachen

Verschleißerscheinungen treten vor allem an den großen Gelenken von Hüfte und Knie auf. Aber auch die Gelenke von Fingern und Händen, Füßen und Zehen, Schultern oder Ellbogen können sich abnutzen.

Daran ist mitunter auch die Lebensweise schuld. Prominente Risikofaktoren sind Bewegungsmangel und Übergewicht auf der einen Seite, extreme Beanspruchung und falsche, oft einseitige Belastungen auf der anderen.

Ein maßvolles Trainingsprogramm wirkt sich positiv auf alle genannten Faktoren aus und ist deshalb meist die geeignete Maßnahme, um eine Arthrose aufzuhalten oder zumindest abzumildern.

Was tun, wenn es bereits zu Beschwerden kommt?

Auch wenn bereits Zeichen von Arthrose vorhanden sind, ist Bewegung richtig und daher ein guter Therapiebegleiter. Zwar kann man ein schmerzendes Gelenk und eine schmerzhafte Muskulatur nicht "wegtrainieren".

Bewegung muss aber sein, um die Gelenkführung zu stabilisieren und den Knorpel zu ernähren - denn ein mechanisch stabiles Gelenk schmerzt einfach weniger.

Hilfe aus der Apotheke

Vorbeugend zur Unterstützung des natürlichen Knorpelaufbaus und gesunder Gelenkfunktionen werden gerne Präparate mit den Baustoffen Glucosamin sowie Chondroitin oder Kollagenhydrolysat genommen.

Gegen Entzündungsschübe und Schmerzen können akut entzündungshemmende Schmerzmittel und andere Medikamente wirksam sein. Wichtig ist hier das Wort "akut", d. h. setzen Sie Schmerzmittel nur ein, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Eine dauerhafte Einnahme der zumeist verordneten Antirheumatika kann zu Magenproblemen führen.

Welche Mittel ansonsten infrage kommen, ob Umschläge, Salben, Gele, Sprays, Tabletten oder Spritzen, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Beschwerden sind und welche Arthroseform vorliegt. Was für Sie richtig ist, wird Ihnen Ihr Arzt sagen.

gesund leben-Tipp

Bei akuten Kniebeschwerden können auch Kälte- oder Wärmebehandlungen sinnvoll sein. Wenn das Knie dick geschwollen ist, sich heiß anfühlt und sogar schon in der Ruhe schmerzt, hilft meistens Kühlung. Legen Sie einfach einen nassen Lappen auf das Gelenk, dann wird durch die Verdunstung Wärme aus dem Knie gesogen.

Wenn die Arthrose nicht zu einer Entzündung geführt hat, schwillt das schmerzende Knie meist nicht an und sieht aus wie immer. Dann ist Wärme, etwa in Form eines heißen Bades, günstig.

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