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Hilfe gegen Winterleiden

Foto: ABDA

Wer an typisch winterliche Gesundheitsprobleme denkt, kommt dabei in der Regel zuerst auf eine Erkältung - aber auch die Haut, die Muskulatur oder die Stimmung können empfindlich unter den kalten und dunklen Bedingungen leiden. (Super Illu 26.1.12, S. 66+70/71)

Entrümpeln und Nasensprays

Die meisten Menschen werden während der Wintermonate häufiger mal krank als sonst. Niedrige Temperaturen, Wind und Regen verführen dazu, die Freizeit in geheizten Wohnzimmern auf dem gemütlichen Sofa zu verbringen.

Doch die trockene Heizungsluft kann den Schleimhäuten schaden. Erkältungsviren, die in der kalten Jahreszeit generell die Runde machen, haben dann leichtes Spiel. Viele Infizierte greifen dann in die Hausapotheke - Nasenspray, Hustensaft und Co. hat man schließlich noch aus den vergangenen Jahren dort aufbewahrt.

Und auch Antibiotika, die man bei der letzten Bronchitis bekommen hat, sind häufig noch übrig. Doch genau davor warnen Ärzte und Apotheker ganz deutlich. Sie raten, die Hausapotheke generell ein Mal im Jahr aufzuräumen.

Medikamente, deren Verfallsdatum überschritten ist, werden oftmals von Apotheken entgegengenommen. Allerdings: "Apotheker sind nicht verpflichtet, sie anzunehmen", sagt Dr. Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Auf Dauer können abschwellende Nasensprays die Schleimhäute austrocknen und sie anschwellen lassen. Man braucht das Nasenspray dann immer öfter, bis man abhängig ist. Deshalb sollte man es maximal fünf Tage verwenden.

Produkte mit entzündungshemmendem Dexpanthenol können offenbar vor diesem Teufelskreis schützen.

Gegen spannende Haut

Der Winter kann für die Haut eine ziemliche Strapaze sein. Wenn es draußen kalt ist, ziehen sich die Blutgefäße zusammen, um den Wärmeverlust des Körpers zu reduzieren. In der Folge bekommt die Haut weniger Nährstoffe und Sauerstoff.

Außerdem soll die Dermis durch die trockene Heizungsluft leicht austrocknen. Dabei wird der Fettfilm dünner, sie spannt und schuppt leichter. Daher benötigt die Haut im Winter Fett und viel Feuchtigkeit. Gut scheinen dabei Produkte auf einer Wasser-Öl-Basis zu sein.

Produkte mit Glycerin oder Urea können die Feuchtigkeit in der obersten Hautschicht binden. Ceramide scheinen einen Fettmangel zu kompensieren, während Linolsäure die Barrierefunktion der Haut wieder aufbauen soll.

Geraten wird auch dazu, auf Gesichtswasser mit Alkohol bei der Hautreinigung zu verzichten - eine Reinigungslotion oder -milch stellt oftmals eine sanftere Alternative dar. Auch Peelings sollten zurückhaltend verwendet werden.

Zudem sollte man mit dem Ausprobieren neuer Produkte vorsichtig sein, da die Haut zum Ende des Winters oftmals besonders gestresst und sensibel ist. Wenn die Haut spannt, kann man eine reichhaltige Nachtcreme auch am Tage verwenden.

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