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Für volles Haupthaar

Für volles Haupthaar - Foto: bilderbox.com

Haarausfall kann durch eine Reihe von Faktoren begünstigt oder ausgelöst werden. Dabei gibt es für die verschiedenen Auslöser in der Regel geeignete Gegenmaßnahmen, die die Haarpracht erhalten sollen. (Tina 12.1.12, S. 48/49)

Ursache Kopfhaut

Bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren gilt als vollkommen normal - schließlich besitzt man etwa 120.000 Haare. Und im Winter können es sogar ein paar verlorene Haare mehr sein, ohne dass man von Haarausfall spricht.

Denn beim Wechsel zur kalten Jahreszeit verändert sich der Hormonhaushalt. Darauf können die sensiblen Haarwurzeln reagieren. Aber wenn zum Beispiel beim Kämmen oder Bürsten jeden Morgen mehr Haare hängen bleiben oder jeden Morgen Haare auf dem Kopfkissen zu finden sind, spricht man von übermäßigem Haarausfall.

Dafür kann es mehrere Ursachen geben. Dünnt die Frisur mit der Zeit aus, kann das auch an Reizungen der Kopfhaut liegen. Häufig sind es Pilze, die zu Rötungen und Schuppenbildung führen. Auch Bakterien, die ganz normal in der Umgebung vorkommen, können die Haut irritieren.

Hilfreich kann es dann sein, die Durchblutung der Kopfhaut zu stärken. So kann diese sich besser gegen Keime zur Wehr setzen und mehr Nährstoffe für die Haarwurzeln aufnehmen. Dazu sollen sich unter anderem Wechselduschen eignen.

Nach der Haarwäsche das Haupt einige Male abwechselnd mit warmem und kühlem Wasser ausspülen, mit warm aufhören. Zudem sollte man die Haare schonend föhnen und ein mildes Shampoo verwenden. Dazu scheinen sich Produkte auf pflanzlicher Basis aus der Apotheke zu eignen.

Bei Stress und Hormonumstellung

Hautärzte wissen, dass Stressgefühle nicht nur die Seele belasten. Auch dem empfindlichen Stoffwechsel der Haarwurzeln können die Auswirkungen von Hektik und Überlastung auf Dauer zusetzen. Untersuchungen deuten daraufhin, dass Stress entzündliche Prozesse an den Haarwurzeln auslöst.

Auf diese Weise kommt es zu einer Verkürzung der Wachstumsphase der Haare und somit zu einem schnelleren Ausfall. Abhilfe versprechen dann kleine Ruhephasen, die man bewusst im Alltag verankert.

In den Wechseljahren bilden die Eierstöcke immer weniger Östrogen, welches die Haarwurzeln vor dem männlichen Dihydrotestosteron schützt. Dieses gilt als Verursacher des hormonell bedingten Haarausfalls und verkleinert die Haarwurzeln.

Typisch sind dann ein ausgedünnter Scheitel und insgesamt schütteres Haar. Minoxidil ist ein Wirkstoff, der als Lösung oder Schaum auf die Kopfhaut aufgetragen wird und nach etwa drei Monaten übermäßigen Haarausfall hemmen und das Wachstum fördern kann.

Ein anderer Wirkstoff, Alfatradiol, zeigte in einer großen Studie, dass er helfen kann und verträglich ist. Er wird ebenfalls auf die Kopfhaut aufgetragen und hemmt dort die Bildung des Dihydrotestosterons.

Alternativ gibt es Extrakte aus der Traubensilberkerze, die man bei hormonell bedingtem Haarausfall täglich auf die Kopfhaut auftragen kann.

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