Zecken bei Hunden und Katzen

Vorbeugung und Entfernung der Zecke

Zecken sitzen in der Regel in 10 bis 50 Zentimetern Höhe auf Zweigen und Gräsern und warten dort auf den Kontakt zu einem potentiellen Wirt. Haben sie durch ihr sogenanntes Hallersches Organ beispielsweise den Buttersäuregeruch des Schweißes wahrgenommen, halten sie sich am Wirt fest und suchen dann nach einer geeigneten Einstichstelle.

Dabei bevorzugen die Spinnentiere dünne Hautstellen, die möglichst wenige Haare aufweisen. Das sind bei Hund und Katze vor allem der Hals, die Achselhöhle oder die Stelle hinter den Ohren.

Um die Haustiere vor Zecken zu schützen, bieten sich verschiedene Wirkstoffe an. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, für welches Tier der Stoff zugelassen ist. Einige Wirkstoffe wirken nur bei Hunden, andere nur bei Katzen.

Zu den Zeckenabwehrstoffen zählen Deltamethrin, Flumethrin, Permetrhin und Kombinationen aus Permethrin und Imidacloprid. Sogenannte Akarizide, also chemische Pestizide, die gegen Zecken und Milben wirken, werden häufig als Spot-on verwendet.

Spot-ons sind flüssige antiparasitisch wirkende Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden. Die Wirkstoffe gelangen entweder durch die Haut in den Organismus oder aber verteilen sich nur über die Hautoberfläche. Sie werden vor allem bei Hunden und Katzen häufig im Nacken aufgetragen, da die Tiere den Wirkstoff hier nicht ablecken können.

Auch eine Impfung des Hundes ist möglich. Anders als beim Menschen gibt es für Hunde Impfstoffe gegen Borreliose, die gegen drei Borrelienarten schützen. Für Katzen gibt es keine entsprechenden Impfungen.

Wichtig ist es, Hunde und Katzen nach ihrem Aufenthalt im Freien nach Zecken abzusuchen und diese dann gegebenenfalls unverzüglich zu entfernen. Dies geschieht am besten mit einer Pinzette, einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte.

Die Zecke möglichst nah an der Haut greifen und langsam herausziehen. Experten raten dazu, dies vorsichtig, aber zielstrebig zu machen. Eventuell kann eine leichte Drehung das Entfernen erleichtern, auch wenn Zecken kein Gewinde haben.

Wichtig ist, die Zecken niemals zu quetschen. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass der mit Krankheitserregern infizierte Speichel der Zecke in die Wunde gepumpt wird.

Verzichten sollte man auf vielfach angepriesene Hausmittelchen wie Klebstoff, Öl oder Nagellack. Die Zecke fühlt sich bedroht und stößt möglicherweise infizierten Speichel ab.

Bleibt der Kopf der Zecke stecken oder lässt sich die Zecke gar nicht entfernen, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Dies ist auch nötig, wenn es nach einem Zeckenstich zu Hautveränderungen kommt.

Wenn die Zecke entfernt ist, reicht es nicht aus, sie in die Mülltonne oder in die Toilette zu werfen. Dies überleben die zähen Spinnentiere in vielen Fällen unbeschadet. Wer Zecken nicht zerquetschen möchte, kann sie in ein verschließbares Glas mit 40-prozentigem Alkohol, Desinfektionsmittel oder Chlorreiniger geben.