Sommerzeit - Flohzeit

Flöhe erkennen und bekämpfen

Wichtigstes Zeichen ist der starke Juckreiz, der nach den Flohstichen auftritt - allerdings erst, nachdem sich der Plagegeist schon wieder zurückgezogen hat. Der Floh injiziert beim Stich Speichel und einen Teil seines Darminhalts.

Anschließend bilden sich juckende Quaddeln. Da sich die Insekten schnell gestört fühlen und erst einige "Probebohrungen" vornehmen, bis sie sich endgültig vollsaugen, findet man oft mehrere Einstichstellen dicht nebeneinander - sowohl beim Menschen als auch beim Tier.

Beim Auskämmen oder "Durchwuscheln" von befallenen Tieren fallen zahlreiche dunkle Krümel auf den Boden. Wenn diese sich auf feuchtem Untergrund, z.B. einem befeuchteten Küchentuch, rötlich färben, handelt es sich um bluthaltigen Flohkot, ein eindeutiges Zeichen.

Auch wenn es schwerfällt: Kratzen ist möglichst zu vermeiden, weil sich die Stellen infizieren und entzünden können. Tieren kann man das Kratzen natürlich nicht verbieten. Abwaschen bzw. Baden kann die vorhandenen Flöhe entfernen und den Juckreiz lindern.

Gegen Flöhe bei Haustieren sind diverse Präparate erhältlich. Es gibt z.B. Spot-Ons, bei denen sich der abtötende Wirkstoff über die ganze Haut verteilt. Alternativ können auch Tabletten gegeben werden, die das Blut des Wirtstieres für die Insekten ungenießbar machen.

Die Eier und Larven müssen durch tägliches gründliches Absaugen eliminiert werden (das Auto nicht vergessen). Da sie im Staubbeutel überleben können, sollte dieser häufig gewechselt werden. Alternativ wird empfohlen, Flohpuder oder ein Stück Flohhalsband einzusaugen.

Für Decken, Kissen etc. bieten sich die Waschmaschine und anschließend der Trockner an. Über 35 °C sterben Flöhe, Eier und Larven ab. Achtung: Öko- bzw. Spar-Programme moderner Waschmaschinen erreichen oft nicht die eingestellte Temperatur, besser "normal" waschen.

Unzugängliche Stellen können mit Insektiziden behandelt werden. Sprays werden gezielt auf Teppiche etc. aufgesprüht, Vernebler (Fogger) begasen dagegen den gesamten Raum. Danach ist oft gründliches Lüften und Wischen nötig.

Das komplette Flohbekämpfungsprogramm sollten Tierbesitzer individuell mit ihrem Tierarzt absprechen. Nach der Behandlung kann außerdem eine Entwurmungskur empfehlenswert sein.