So bleibt der Hund gesund

Die Verdauung

Das häufigste Problem von Hunden, so der Bundesverband für Tiergesundheit e.V., sind Magen-Darm-Erkrankungen. Hier kommen ganz vielfältige Ursachen in Betracht, von verdorbenem Futter über Infektionen bis hin zu Nahrungsmittelallergien.

Gelegentliches Erbrechen oder gelegentlicher Durchfall ist noch nicht unbedingt ein Fall für den Tierarzt - Menschen gehen ja auch nicht mit jedem Magengrummeln zum Doktor. Anfangs kann man es mit Schonkost (Geflügel, gekochte Karotten, Hüttenkäse, Reis) versuchen.

Halten die Beschwerden jedoch länger an oder kommen weitere Symptome wie Fieber oder blutiger Kot hinzu, dann kommt man um den Tierarztbesuch nicht herum. Es gilt, den Auslöser der Beschwerden zu ermitteln und eine passende Therapie zu beginnen.

Eine große Gefahr für Hunde ist die Magendrehung, bei der sich der Magen um die Längsachse dreht, wodurch Mageneingang und -ausgang zugeschnürt werden. Insbesondere große Rassen mit schmalem, tiefem Brustkorb sind gefährdet.

Anzeichen: Der Hund wird unruhig, mag nicht liegen bleiben und versucht zu erbrechen - aber es kommt nichts. Der Bauch bläht sich auf und wird hart (Trommelbauch).

Bei solchen Symptomen muss man sofort den Tierarzt anrufen und den Verdacht auf Magendrehung äußern, damit eine Notoperation vorbereitet werden kann. Eine Magendrehung bedeutet immer akute Lebensgefahr.

Denn im zugeschnürten Magen beginnt der Inhalt zu gären - aber die Gase können nicht entweichen. Das bläht den Magen auf, sodass das überdehnte Gewebe beginnt abzusterben. Ohne Not-OP platzt der Magen schließlich, spätestens dann kann der Hund nur noch eingeschläfert werden.

Die genauen Zusammenhänge und Risikofaktoren für eine Magendrehung sind noch nicht entschlüsselt. Vorsorglich sollte man darauf achten, dass der Hund möglichst nicht tobt, nachdem er viel gefressen oder getrunken hat.

Weitere Tipps

Viele mögliche Beschwerden betreffen nur manche Hunderassen. So gibt es insbesondere bei größeren Hunden eine erhöhte Anfälligkeit für Gelenkbeschwerden - auch schon in jungen Jahren.

Andere Rassen vertragen bestimmte Arznei- oder Hilfsstoffe nicht. Insofern sollte man einen Hund, den man sich neu ins Haus geholt hat, immer möglichst bald beim Tierarzt vorstellen und nach eventuellen Besonderheiten fragen.

Vieles, was für den Menschen gut verträglich ist, kann Hunden sehr schaden, bis hin zum Tod. Das gilt für Nahrungsmittel, aber auch für Arzneien. Daher sollte man Menschen-Arzneien nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt verabreichen.

Als besonders gefährliche Nahrungsmittel gelten:

  • Schokolade und Kakao
  • Weintrauben und Rosinen
  • Avocados (manche können das für Hunde giftige Persin enthalten)
  • Rohes Schweinefleisch (es kann mit dem Aujeszky-Virus, "Pseudowut", belastet sein)
  • der Süßstoff Xylit
  • salzige Speisen (vor allem bei herzkranken Hunden).

Über Nutzen oder Schädlichkeit von Zwiebeln und Knoblauch streiten die Gelehrten. Manche raten strikt davon ab, andere halten geringe Mengen (!) für unschädlich bzw. sogar nützlich.