Wandern - Gesundheit inklusive

Neuer Trend

Der Mensch ist ein auf Bewegung ausgelegtes Wesen. Schon der römische Schriftsteller Seneca wusste, dass es „schädlich für den Menschen ist, sich mit der Sänfte tragen zu lassen statt selbst zu gehen“.

Wandern, das ist weder Sonntagsspaziergang noch „Streckemachen“, sondern die wohltuende Mischung aus Fitness, Entspannung, Naturerleben und Geselligkeit – ein ganzheitliches kombiniertes Fitness- und Wellnessprogramm, so die AOK.

Aktuelle Studien des Allensbacher Instituts für Demoskopie belegen, dass mittlerweile knapp 60 Prozent der Deutschen wandern. Und die Wanderer werden immer jünger: Das Durchschnittsalter liegt bei 42 Jahren, wie eine Befragung der Sporthochschule Köln ergeben hat.

Jeder dritte aktive Wanderer ist zwischen 20 und 40 Jahren alt - damit ist wohl auch das Vorurteil widerlegt, nur spießige Menschen jenseits der Rentenmarke würden Wandern.

Auch in der Medizin wird Wandern positiv angesehen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die schonende, aber konsequente Bewegung Beschwerden lindert und Krankheitsrisiken senken kann.

Gesundheit tanken

Der menschliche Bewegungsapparat ist laut Studien bei Jägern und Sammlern in Australien und Afrika auf Strecken von 15 Kilometern Gehen und Laufen pro Tag ausgerichtet - ein Wert, den heute kaum jemand erreicht. Im Schnitt sind es gerade einmal 800 Meter täglich!

Doch Wandern ist viel mehr als nur Bewegung zu Fuß in der Natur, es ist

  • gesund für Herz, Kreislauf, Muskulatur, Immunsystem und Stoffwechsel,
  • entspannend und wohltuend für Körper, Geist und Seele,
  • sportliche Betätigung ohne Leistungsdruck,
  • verbindend in Partnerschaft, Freundeskreis oder Verein,
  • erlebnisreich in der Natur.

Die Bewegung an der frischen Luft, die Mischung aus körperlicher Anstrengung und Naturerlebnis, die Gerüche und die optischen Eindrücke - all das zusammen macht Wandern zu einem wahren Jungbrunnen für Körper und Seele.

Bei regelmäßigen Aktivitäten im Freien sinken Cholesterinspiegel und Blutdruck, das Infarkt- und Diabetesrisiko reduziert sich um bis zu 50 Prozent.

Nicht zu unterschätzen ist der so genannte Entschleunigungsfaktor. Wer wandert, der bewegt sich in seiner natürlichen Geschwindigkeit. Stress und Hektik werden gemindert, der Zivilisationslärm weicht schon schnell den natürlichen Geräuschen.