Vitalstoffe für Sportler

Oxidativer Stress

Ohne Sauerstoff kein Leben - und schon gar keine sportliche Leistung. Doch Sauerstoff hat auch ein zweites Gesicht: Er kann in aggressiven Formen auftreten. Dann greift er die Zellen an.

Um für die Energiegewinnung nutzbar zu sein, muss der "harmlose" (weil chemisch inaktive) Luft-Sauerstoff im Körper in eine aktive, d.h. "aggressive" Form umgewandelt werden. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen werden auch als freie Radikale bezeichnet.

In Maßen sind sie für das Funktionieren des Stoffwechsels und auch des Immunsystems unverzichtbar. Doch durch den erhöhten Sauerstoffumsatz beim Sport entstehen große Mengen von freien Radikalen. Diese können die Zellen angreifen und schädigen. Dieser Vorgang wird als "oxidativer Stress" bezeichnet und kann die Zellalterung beschleunigen.

Zum Schutz davor bietet sich eine Doppelstrategie an: Coenzym Q10 sorgt für einen schnellen Verbrauch der freien Radikale in den Zellkraftwerken (den sogenannten Mitochondrien) und senkt so deren Konzentration.

Die antioxidativen Vitamine C und E sowie Beta-Carotin und das Spurenelement Selen können die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen.

Sportler-Vitalstoffe im Überblick

Leistungs-, aber auch Hobby-Sportler sollten ihre Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr kritisch unter die Lupe nehmen und dabei besonders auf die Zufuhr an den folgenden Vitalstoffen achten. Gegebenenfalls sind ergänzende Präparate aus der Apotheke nützlich.

Für maximale Leistungsfähigkeit durch einen reibungslos laufenden Stoffwechsel:

  • Eisen (und in geringen Mengen auch Kupfer) für die Blutbildung. Tipp: Eisen wird in Anwesenheit von Vitamin C besonders gut vom Körper aufgenommen.
  • B-Vitamine zur Steuerung der Blutbildung und des Energiestoffwechsels, Vitamin B1 vor allem bei Ausdauersport, Vitamin B6 bei Kraftsport.
  • Niacin und Pantothensäure (die auch zu den B-Vitaminen gezählt werden) spielen u.a. im Enzymhaushalt und bei der Blutbildung eine wichtige Rolle.
  • Coenzym Q10 und L-Carnitin beschleunigen die Energieverwertung in den Zellen.

Für den Elektrolythaushalt (neben Natrium, dem Hauptbestandteil von Kochsalz):

  • Kalium für die Ausdauer sowie Calcium und Magnesium gegen Muskelkrämpfe.
  • Tipp: Kalzium und Magnesium nicht gleichzeitig zuführen, weil sie sich in der Aufnahme gegenseitig behindern. Besser zeitversetzt oder mit einem "intelligenten" Chrono-Depot-Präparat.
  • Das Immun-Spurenelement Zink geht in relativ großen Mengen mit dem Schweiß verloren.

Zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress:

  • Die Vitamine C und E sowie Beta-Carotin (gleichzeitig Vorstufe für Vitamin A).
  • Das Spurenelement Selen als Bestandteil von zellschützenden Enzymen.
  • Coenzym Q10, das freie Radikale schnell zur Energiegewinnung nutzbar macht.