Wenn der Schmerz zur Regel wird

Das passiert bei der Menstruation

Schmerzen während der Regel sind weit verbreitet. Es gibt nur wenige Frauen, die ihre "Tage" völlig beschwerdefrei erleben. Mal ist es nur ein leichtes Ziehen im Unterleib, mal sind es heftige Krämpfe, die bis in den Rücken ausstrahlen.

Wenn der Schmerz zur Regel wirdDie Ursache hierfür liegt im weiblichen Zyklusgeschehen. Vor dem Eisprung hat sich die Gebärmutterschleimhaut verdickt und ist sehr blutreich geworden. Das ist die Voraussetzung für die Einnistung einer befruchteten Eizelle.

Diese sogenannte Zona funktionalis der Gebärmutterschleimhaut wird durch die Wirkung der Gelbkörperhormone aufgebaut. Wird das Ei nicht befruchtet, bildet sich der Gelbkörper zurück, und die Zona funktionalis wird unter Blutungen abgebaut und mit dem unbefruchteten Ei ausgeschieden.

Dies geschieht durch Muskelkontraktionen der Gebärmutter, die von der Frau als krampfartige Schmerzen empfunden werden. Eine Überproduktion des Hormons Prostaglandin ist dafür verantwortlich.

Die Menstruation dauert etwa vier bis fünf Tage. Am ersten Tag ist die Blutung noch leicht, am zweiten und dritten Tag verstärkt sie sich, um etwa am vierten Tag abzuklingen. Im Durchschnitt gehen pro Menstruation 50 bis 150 Milliliter Blut ab.

Nicht jede Periode verursacht die gleichen Schmerzen. Das eine Mal bemerkt die Frau kaum etwas von den Blutungen, das andere Mal wird sie mit heftigen Bauchkrämpfen und starker Abgeschlagenheit für Stunden oder gar Tage außer Gefecht gesetzt.

Das kann Linderung bringen

Einfluss auf die Heftigkeit der Schmerzen hat vermutlich die allgemeine körperliche und psychische Verfassung. Eine grundsätzlich eher negative Einstellung zu sich selbst oder zum Leben, Partnerschaftsprobleme, Sorgen und negativer Stress können die Beschwerden verstärken.

Viele Frauen rechnen jeden Monat fest mit den Schmerzen. Diese negative Haltung kann mit dafür verantwortlich sein, dass die Erwartung tatsächlich eintrifft. Wer dagegen entspannt und gelöst abwartet, empfindet die Schmerzen weniger. Für die Entspannung spielt u.a. die Atmung eine wichtige Rolle.

Nicht umsonst wird die Tiefenatmung zur Schmerzbekämpfung z.B. auch im Rahmen der Geburtsvorbereitung angewendet. Dazu müssen die Betroffenen tief in den Bauch atmen. Dabei sollen sie bis vier zählen. Dann muss die Luft vier Takte lang angehalten werden. Dann wieder vier Takte lang ausatmen. Wird dies mehrmals täglich wiederholt, kann es dazu führen, dass die Schmerzen sozusagen weg geatmet werden.

Bewegung lenkt ebenfalls vom Schmerz ab und entspannt den ganzen Körper. Eine kleine Runde Walking oder ein langsamer Spaziergang lockern Gewebe und Muskeln auf, während die Durchblutung und der Kreislauf angeregt werden. Auch eine Wärmflasche kann lindern.

Ein Mangel an Magnesium oder essentiellen Fettsäuren, zum Beispiel Linolsäure oder Omega-3-Fettsäuren, kann Menstruationsbeschwerden fördern. Ein Magnesiumpräparat bzw. Präparate mit Nachtkerzenöl können dem Mangel entgegenwirken.

Wenn diese einfachen Methoden keinen Erfolg bringen, dann sollte in Absprache mit einem Arzt ein Schmerzmittel mit einer zusätzlichen krampflösenden Wirkung genommen werden. Auch die Einnahme einer Antibaby-Pille mit dem Eierstockhormon Gestagen kann die Beschwerden lindern.