Der Weg zum Wunschkind

Die fruchtbaren Tage

Für die Bestimmung der fruchtbaren Tage sind zwei Dinge entscheidend: der Zeitpunkt des Eisprungs und die Lebensdauer der Spermien.

Erst einmal wichtig zu wissen: Nicht in jedem Zyklus findet ein Eisprung statt. Junge Frauen um 20 haben im Jahr im Schnitt drei Zyklen ohne Eisprung, Frauen um 40 sogar acht. Die Eizelle ist nur in den ersten 12 bis 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtungsfähig. Die Spermien können im Körper der Frau ca. 3 bis 5 Tage überleben.

Das bedeutet, dass etwa sechs Tage im Zyklus der Frau fruchtbar sind: fünf Tage vor dem Eisprung (Lebensdauer der Spermien) und ein Tag danach (Lebensdauer der Eizelle).

Es gibt körperliche Anzeichen, wann ein Eisprung bevorsteht: Der Muttermund (Übergang von der Vagina in die Gebärmutter) zieht sich nach innen zurück und öffnet sich. Gleichzeitig steigt die Produktion von Schleim an, sodass der Scheidengang feucht wird. Der Schleim ist dabei zäh und klebrig. In diesen Tagen vor dem Eisprung ist die Frau fruchtbar.

Als Faustregel gilt: Ein Paar, das alle drei Tage miteinander schläft, müsste damit mindestens einmal einen fruchtbaren Tag "treffen". Es gibt also keinen Grund für irgendeinen Leistungsdruck, sondern man sollte - auch bei Kinderwunsch - Sex nach Lust und Laune haben.

Hilfreiche Tipps

Nach dem Absetzen der Pille (oder anderer hormoneller Verhütungsmittel) kann es relativ schnell wieder zu einer Schwangerschaft kommen, auch nach langjähriger Einnahme. Der weibliche Körper braucht nur wenige Monate, um seinen normalen Zyklus wieder aufzunehmen.

Frauen und Männer sollten bei Kinderwunsch auf ihre Ernährung achten. Alkohol und Koffein sind, wenn überhaupt, nur in sehr begrenzten Mengen erlaubt - und zwar für beide. Nikotin und Drogen sind tabu.

Frauen sollten schon vor der Schwangerschaft beginnen, zusätzlich Folsäure zuzuführen. Empfohlen werden 600 Mikrogramm pro Tag. Das kann übrigens auch dem Mann nicht schaden, weil Folsäure generell wichtig für Zellteilungsprozesse ist.

Gleichzeitig ist auch eine erhöhte Zufuhr von Vitamin B12 sowie eventuell von Jod empfehlenswert. Auch Selen und Zink spielen eine Rolle.

Übrigens:

  • Enge Hosen oder langes Sitzen lassen bei Männern die Temperatur der Hoden ansteigen. Das senkt die Samenqualität. Also: Besser luftige und atmungsaktive Hosen (und Unterhosen) tragen.
  • Auch der weibliche Höhepunkt spielt eine Rolle bei der Zeugung: Zum einen taucht der Muttermund in das Sperma ein, zum anderen soll durch die Muskelkontraktion der Samen regelrecht in die Gebärmutter eingesaugt werden.