Tabuthema Mundgeruch

So entsteht Mundgeruch

Schlechter Atem wird in der Fachsprache Halitosis genannt. In den überwiegenden Fällen sind Fäulnisbakterien die Verursacher, die Speisereste, die im Mund zurückbleiben, enzymatisch zersetzen. So entstehen Abbauprodukte wie z.B. schwefelhaltige Verbindungen, die sehr geruchsintensiv sind.

Und auch dort, wo Bakterien selbst absterben, entwickeln sich durch Fäulniseiweiße schlechte Gerüche. Die Bakterien befinden sich zumeist in den Zahnzwischenräumen, in Zahnfleischtaschen sowie auf der Zunge. Normalerweise werden sie mit dem Speichel weggespült. Ist der Speichelfluss jedoch vermindert, wie es nachts oder bei Mundtrockenheit der Fall ist, können sich die Bakterien ungehindert vermehren.

Quelle: bilderbox.comMundhygiene sehr wichtig

Zur Vermeidung von Mundgeruch ist eine gründliche Mundhygiene das A und O. Immerhin zählen Karies, Zahnfleischentzündung, Zahnbett- und Zahnwurzelentzündungen zu den auslösenden Faktoren von Mundgeruch. Dabei reicht Zähneputzen allein nicht aus.

Es gehören auch das Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide sowie das Säubern der Zunge mit einem speziellen Zungenschaber zur Mundhygiene. Die mechanische Entfernung der potenziellen Erreger spielt eine große Rolle. Die speziellen Geräte von Zahnbürsten über Zungenschaber bis hin zu elektrischen Alternativen gibt es in der Apotheke – und dazu auch die passende Beratung.

Allerdings korreliert eine schlechte Mundhygiene nicht unbedingt mit Mundgeruch und auch nicht jeder Mensch mit schlechtem Atem hat eine verbesserungswürdige Mundreinigungstechnik.

Das liegt unter anderem daran, dass Mundgeruch auch Ursachen außerhalb der Mundhöhle hat und beispielsweise auf verschiedene Erkrankungen im Rachenraum, den Atemwegen, im Magen und auch auf Allgemeinkrankheiten wie Diabetes oder Leber- und Nierenfunktionsstörungen hinweisen kann.