Karies: Vorbeugen ist besser als bohren

Karies entsteht

Unter der Plaque können die aus Zucker und Stärke entstehenden Säuren beginnen, den Zahnschmelz zu entmineralisieren, d.h. die Bausteine des Zahnschmelzes werden herausgelöst und machen dadurch den Zahn brüchig und löchrig.

Jetzt sind schon braune Flecken auf dem Zahnschmelz sichtbar, die aber noch keinen Schmerz verursachen. Nur ganz am Anfang kann dieser zerstörerische Prozess noch aufgehalten werden, indem zwischen den Mahlzeiten nichts Süßes mehr gegessen wird oder nach jeder Mahlzeit die Zähne gründlich gereinigt werden.

Ist dies nicht der Fall, fressen sich die Bakterien durch bis zum Zahnbein. Dies wird bemerkt, wenn bei Berührung mit Kaltem oder Heißem der Zahn schmerzt. Schreitet der Prozess weiter fort, so kommt es zu einem sehr unangenehmen Dauerschmerz.

Ist ein Kariesloch erst einmal zum Zahnmark vorgedrungen, droht eine Zerstörung der Zahnwurzel, zumindest aber eine chronisch eitrige Wurzelhautentzündung, die auch auf den Kieferknochen übergehen kann.

Der Zahn kann jetzt nur noch durch eine Wurzelbehandlung und durch eine Füllung des Zahnloches gerettet werden. In einzelnen Fällen kann der Versuch unternommen werden, eine künstliche Krone anzupassen. In den meisten Fällen bleibt aber nur das Entfernen des Zahnes.

Prophylaxe ist wichtig

Für die Prophylaxe gilt der Grundsatz: Saubere Zähne bekommen keine Karies. Demzufolge ist die wichtigste und grundlegendste Maßnahme zur Vorsorge gegen Karies eine richtig durchgeführte Zahnpflege, eine gesunde Ernährung, die Zahnhärtung durch Fluoride und die Vorsorge durch den Zahnarzt.

Zur sachgerechten Zahnpflege gehört es, dass sich die Plaque nicht längere Zeit auf der Zahnoberfläche festsetzen kann. Deshalb müssen die Zähne am besten nach jeder Mahlzeit, zumindest aber nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen mindestens zwei Minuten gründlich geputzt werden. Dabei sollte die richtige Putztechnik einmal vom Zahnarzt demonstriert werden.

Bei der Ernährung gilt, dass die Zähne etwas zum Beißen und Kauen haben müssen, um funktionstüchtig zu bleiben. Geeignet sind Vollkornprodukte und Knäckebrot, rohes Obst und Gemüse, Nüsse und Fleisch.

Zucker ist der Hauptfeind der Zähne, deshalb möglichst wenig zuckerhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen und wenn, dann gleich die Zähne reinigen. Salz sollte nur fluoridhaltig verwendet werden und auch fluoridhaltige Zahnpasta darf ab dem sechsten Lebensjahr ausschließlich Verwendung finden.

Fluorid fördert die Mineraleinlagerung in die Zähne, verringert die Säurelöslichkeit des Zahnschmelzes und hemmt den bakteriellen Stoffwechsel im Zahnbelag.