Gepflegte Haarpracht

Haare wollen richtig gepflegt werden, um gesund und schön zu sein. Eine falsche Pflege, wie z.B. zu häufige Haarwäsche, Dauerwellen oder der Gebrauch eines unpassenden Shampoos, kann den Haarschwund begünstigen.

Zum Aufbau des Haares

Haare sind lange Hornfäden, die im Wesentlichen aus Keratin bestehen. Grob lässt es sich in drei Schichten aufteilen: Die äußere Schicht des Haares, auch Schuppenschicht oder Kutikula genannt, besteht aus dachziegelartig übereinander geschobenen Hornzellen, die Schutz vor äußeren Faktoren wie Sonne oder Wasser bieten.

Sind die Schuppen gleichmäßig geschlossen, ist das Haar seidig glänzend. Eine aufgeraute oder geschädigte Schuppenschicht hingegen lässt das Haar matt und strohig aussehen.

Der Cortex, auch Rinde, Faserschicht oder Faserstamm genannt, macht etwa 80 Prozent des Haares aus. Er besteht aus Faserbündeln, die aus einer großen Zahl feinster Keratinfasern gebildet werden, den sogenannten Fibrillen. Die Struktur des Cortex gibt vor, ob es sich auf dem Kopf kräuselt oder man glatten Hauptes durch die Welt geht.

Abhängig vom Aufbau der Rinde ist auch die Festigkeit und Elastizität der Haare. Zudem befinden sich in der Faserschicht auch die Farbpigmente, deren Gehalt sich mit zunehmendem Alter verringert. Zwischen die Keratinfasern eintretende Luft lässt die Haare dann weiß erscheinen.

Im Inneren des Haares befindet sich das Haarmark (auch Medulla genannt). Es besteht aus Abbauprodukten der Cortexzellen und Fetten. Für den Aufbau und die Struktur ist der Markkanal nach heutigem Erkenntnisstand ohne Bedeutung.

Die Kopfhaut

Die Basis schöner Haare ist die Kopfhaut. Gerade hier sammeln sich Staub und Schmutz. In Verbindung mit dem Talgdrüsensekret entsteht ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze.

Die wichtigste Aufgabe der Kopfhaut ist der Schutz gegenüber der Umwelt. Wie die restlichen Hautpartien auch hat die Kopfhaut einen schwach sauren pH-Wert, der als Barriere gegen Krankheitskeime sowie als Schutz gegen Austrocknung dient.

Sind die Talgdrüsen der Kopfhaut überaktiv, zeigt sich schon kurz nach der Haarwäsche fettiges Haar: Vom Ansatz her kleben die Haare zusammen, sie wirken strähnig und nicht gerade gepflegt.

Die Haarfettung wird vom direkten Kontakt der Haarfasern untereinander vorangetrieben. Wer dann noch häufig kämmt und bürstet, verschlimmert die Situation.

Wichtig für die Pflege von fettendem Haar ist, dass die Haare gestützt und geschützt, nicht aber beschwert werden dürfen. Entsprechende Shampoos legen einen hauchdünnen Schutzfilm um das Haar und geben ihm dadurch mehr Volumen. Das Gleiten der Haare aneinander wird verhindert.

Extrakte aus Meerestang, Thymian, Malve und Hirse kommen ebenso zum Einsatz wie Auszüge aus der Ringelblume, des Niembaumes, der Brennnessel, Birkenrinde und Klettenwurzel.

Wer feine, empfindliche Haare stärken will, der braucht milde, hautverträgliche Produkte, die Volumen geben. So haben Malvenextrakte einen hohen Gehalt an Schleimstoffen, die das Haar sanft reinigen, reizmildernd wirken und gleichzeitig schützen. Hirse stärkt mit seinen Anteilen an Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen das Haar und sorgt für natürliche Spannkraft.