Fruktose-Malabsorption - keine Allergie

Was hilft, was schadet?

Es gibt einige Faktoren, die den Transport von Fruktose beeinflussen können, entweder positiv oder negativ. So führt die gleichzeitige Zufuhr von Glukose dazu, dass Fruktose besser absorbiert wird. Eine Mischung von Glukose und Fruktose im Verhältnis 1 : 1 wird auch bei IFM vollständig in den Körper aufgenommen.

Das bedeutet, dass die Betroffenen beim Verzehr von Saccharose keinerlei Probleme haben, weil diese aus je einem Molekül Fruktose und einem Molekül Glukose zusammengesetzt ist.

Dagegen sind die so genannten Zuckeralkohole ausgesprochen schädlich für IFM-Betroffene. Dabei handelt es sich um die zuckerfreien Süßstoffe Sorbit (E 420), Mannit (E 421), Isomalt (E 953), Maltit (E 965), Lactit (E 966) und Xylit (E 967).

Sie blockieren GLUT5 und verschlechtern so die Aufnahme von Fructose. Demnach sollten sie bei IFM gemieden werden. Dasselbe gilt für Diabetiker-Produkte, die mit Fruktose bzw. Fruktose- Sirup gesüßt sind.

Ernährungstipps

Viele Menschen, die von IFM betroffen sind, haben im Alltag gar keine großen Probleme. Wie viel Fruktose der Einzelne verträgt, ist individuell unterschiedlich. In der Natur kommt Fruktose als Monosaccharid vor allem in süßem Obst und in Honig vor. Zuckeralkohole sind in relevanten Mengen z.B. in Äpfeln, Birnen und Pilzen enthalten. Hier ist Vorsicht geboten.

Bei den Produkten der modernen Lebensmitteltechnik, die den Kristallzucker ersetzen sollen, liegt der Teufel im Detail:

  • Invertzucker ist eine Mischung aus je 50 Prozent Glukose und Fruktose. Er wird, wie Saccharose, gut absorbiert - eignet sich also als Honigersatz.
  • Glukose-Fruktose-Sirupe enthalten mehr Glukose als Fruktose. Dies ist ebenfalls unproblematisch.
  • Fruktose-Glukose-Sirupe enthalten dagegen mehr Fruktose als Glukose. Die "überschüssige" Fruktose wird nicht aufgenommen.
  • Fruktose-Sirupe (z.B. in Diabetiker-Produkten) enthalten, wenn überhaupt, nur sehr geringe Mengen an Glukose. Sie sind noch problematischer.

Fruktose-betonte Lebensmittel werden für IFM-Betroffene bekömmlicher, wenn man einfach etwas Glukose dazugibt. Es hilft also, Obst mit Traubenzucker statt mit Haushaltszucker zu süßen. Der negative Effekt von Zuckeralkoholen wird dadurch leider nicht ausgeglichen.

Generell hilft es, problematische Lebensmittel mit ausreichend Fett zuzubereiten, weil dies den Nahrungstransport im Verdauungstrakt verlangsamt.