Selbstkontrolle des Blutzuckerwertes

Blutzucker messen mit Teststreifen

Mit Diabetes-Teststreifen kann die Blutzuckerkonzentration im Vergleich mit auf der Verpackung aufgedruckten Farbwerten gut geschätzt werden. Mit diesen einfachen Teststreifen erfährt man den ungefähren aktuellen Blutzuckerwert.

Bei einer Sehbehinderung oder einer Farbschwäche sollte jedoch immer ein Blutzuckermessgerät benutzt werden.

Bei der Verwendung von Teststreifen sollte man einige wichtige Tipps beachten:

  • Kontrollieren Sie das Haltbarkeitsdatum
  • Achten Sie darauf, dass die Streifen nicht feucht werden und nur richtige Messergebnisse zu erwarten sind, wenn die Temperatur zwischen 18 und 35 °C liegt.
  • Halten Sie sich exakt an die vorgegebenen Zeiten: Nach einer Minute wird das Restblut abgewischt und nach einer weiteren Minute erst die Farbveränderung abgelesen. Bei Blutzuckerwerten über 300 mg/dl ist es notwendig, eine zusätzliche Minute verstreichen zu lassen.
  • Benutzen Sie immer die Farbskala der Verpackung, aus der Sie den Teststreifen genommen haben.

Bevor Sie Ihre Kontrollen zu Hause mit einem neuen Messgerät oder neuen Streifen durchführen, sollten Sie stets eine Parallelmessung beim Diabetesarzt machen lassen.

Ketonkörperbestimmung im Harn

Der Ketonkörpertest (Azetontest) im Urin ist erforderlich, um rechtzeitig auf eine sich entwickelnde Ketoazidose reagieren zu können.

Ein gesunder Mensch hat kein Azeton im Urin. Azeton wird immer dann vermehrt ausgeschieden, wenn Fett abgebaut wird. Daher sind höhere Azetonwerte im Urin eines Typ-II-Diabetikers harmlos, wenn er gerade eine Diät einhält, um sein Normalgewicht zu erreichen.

In allen anderen Fällen muss die Einstellung des Diabetes überprüft werden, wenn Azeton im Urin vorkommt.

Die verwendeten Teststreifen sind, ebenso wie die Blutzuckerteststreifen, mit einer Farbskala versehen, die das Ablesen der aktuellen Konzentration ermöglicht.