Blasenentzündung beim Mann

Durch Alter erhöhtes Risiko

Im Alter verursacht bei Männern häufig eine vergrößerte Prostata Probleme mit der Blase. Diese benigne Prostatahyperplasie (BPH) wird durch hormonelle Veränderungen verursacht. Etwa ab dem 40. Lebensjahr kann es zu einer individuell unterschiedlichen Vergrößerung der Vorsteherdrüse kommen.

In Deutschland hat bereits über ein Viertel der Männer über 50 Jahre eine vergrößerte Prostata. Die gutartigen Wucherungen engen die Harnröhre ein, die mitten durch die Vorsteherdrüse verläuft. Dies führt dazu, dass sich die Blase nicht mehr vollständig leeren kann.

Die betroffenen Männer haben ein ständiges Völlegefühl der Blase mit einem ununterbrochenen Harndrang. In schweren Fällen geht der Urin jedoch nur noch tröpfchenweise ab. Der verbleibende Restharn in der Blase begünstigt das Entstehen von Entzündungen.

Therapie und Vorbeugung

Bei einer akuten Entzündung von Blase und/oder Prostata wird der Arzt Antibiotika verordnen. Wie bei fast allen bakteriellen Entzündungen sind sie das Mittel der Wahl. Bei Männern werden dabei oft andere Antibiotika als bei Frauen eingesetzt.

Die begleitenden Schmerzen können mit Wirkstoffen wie Ibuprofen gemildert werden. Treten Blasenkrämpfe auf, kommen auch krampflösende Medikamente zum Einsatz. Homöopathische Mittel sind nur bei unkomplizierten Reizungen und Infektionen ratsam. Ähnlich verhält es sich mit pflanzlichen Arzneien.

Um Blase und Prostata zu schonen, wird grundsätzlich dazu geraten, viel zu trinken. Zwei bis drei Liter täglich werden empfohlen, um Bakterien gründlich auszuspülen. Blasen- und Nierentees auf der Basis von Goldrutenkraut, Brennnessel und Birkenblättern wirken harntreibend, entzündungshemmend und krampflösend.

Eine Zystitis wird zwar nicht durch Kälte verursacht, aber durchaus begünstigt. Daher sollte man Verkühlungen meiden und den Unterleib warm halten. Wärme tut einer entzündeten Blase grundsätzlich gut, genau wie Ruhe und ausreichend Schlaf.

Hingegen sind Rauchen und Übergewicht für die Blase schädlich. Ein hoher Fleischkonsum, scharfe Gewürze, viel Salz, Kaffee und Alkohol können Blase wie Prostata schaden. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse unterstützt hingegen die körpereigene Abwehrkraft.

Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Fisch und Vollkornprodukte sorgen für einen eher sauren pH-Wert im Urin, wodurch sich Bakterien schlechter vermehren können. Dabei hilft auch ein weitgehender Verzicht auf Zucker.