Allergisch oder nicht allergisch?

Asthmaerkrankungen werden zum einen danach unterschieden, ob sie durch Allergien ausgelöst werden oder andere Ursachen haben. Zudem gibt es eine Einteilung nach Schweregraden.

Jeder Asthmatiker reagiert auf unterschiedliche Auslöser - in vielen Fällen ist es sogar eine Kombination aus mehreren Faktoren. Etwa 85 Prozent der Erkrankungen gehen auf Allergien zurück und werden als extrinsisches Asthma (von außen verursacht) bezeichnet. Nur rund zehn bis 15 Prozent leiden am intrinsischen, durch innere Faktoren ausgelösten Asthma. Zudem gibt es verschiedene Mischformen. Nichtallergisches Asthma tritt vor allem im höheren Lebensalter erstmals auf, häufig im Anschluss an einen Bronchialinfekt.

Gefürchtet ist der sogenannte Etagenwechsel, der insbesondere bei Heuschnupfen häufig ist. Die Reaktionen auf die eigentlich harmlosen Pollen in den oberen Atemwegen weiten sich in die Bronchien aus - und führen dann zu asthmatischen Beschwerden.

Zu den allergischen Reizen gehören beispielsweise Hausstaubmilbenkot, tierische Allergene (z.B. Speichel, Haare), Pollen, Schimmelpilze, Nahrungsmittel und -zusatzstoffe sowie Bettfedern. Nicht-allergische Reize sind beispielsweise Haushaltsreiniger, Autoabgase, Sprays, Farben und Lacke, Tabakrauch, ätherische Öle oder Medikamente. Auch durch Wettereinflüsse, körperliche und seelische Belastungen, Stress, Weinen oder Husten kann eine Atemnot ausgelöst werden.

Einfluss auf die Lebensqualität

Je nach Schwere der Krankheit führt Asthma zu einer bisweilen deutlichen Einschränkung der individuellen Lebensqualität. Eine Behandlung ist daher auch abhängig vom Schweregrad. Dieser wird in vier Stufen eingeteilt. In leichten Fällen (Stufe 1) machen die Beschwerden den Patienten seltener als einmal pro Woche tagsüber zu schaffen. Nächtliche Beschwerden treten etwa zweimal im Monat auf. Diese Form des Asthmas wird auch als intermittierend, also unregelmäßig auftretend bezeichnet.

Der größte Teil der Asthmatiker leidet nach Angaben der Gesellschaft für Pneumonie an den leichteren Formen des Asthmas, in denen die Lunge noch ihre volle Funktion besitzt. So auch in Stufe 2, in der es mindestens einmal wöchentlich zu einem Anfall und nachts öfter als zweimal monatlich zu Hustenreiz oder Atemnot kommt. In dieser Stufe ist eine tägliche Medikation erforderlich.

Tägliche Hustenanfälle oder Atemnot sind für Stufe 3 charakteristisch. Die Lungenfunktion ist insbesondere morgens eingeschränkt. Nächtliche Beschwerden sind mindestens einmal pro Woche zu verzeichnen. Zudem ist die Lungenfunktion bereits eingeschränkt - die Betroffenen können mit nur noch 60 bis 80 Prozent der Kraft von Gesunden ausatmen.

Trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme haben Patienten der Stufe 4 täglich asthmatische Anfälle und ringen um Luft. Ihre Atemkapazität liegt bei weniger als 60 Prozent. Zudem sind auch nächtliche Beschwerden sehr häufig. Insbesondere bei einer anhaltend schweren Symptomatik bestimmt Angst vor dem nächsten Anfall sowie eine immer stärkere Reduzierung auf das häusliche Umfeld das Leben der Patienten. Dazu kommen häufige krankheitsbedingte Fehlzeiten in der Schule oder am Arbeitsplatz.